Wie strukturieren wir unsere Daten?

Die Vielfalt unserer genealogischen Informationen wird durch den GEDCOM Standard in folgende Objekttypen strukturiert:

Jeder Objekttyp hat definierte Eigenschaften (properties), z.B. ein Namen. Zwischen den Objekten gibt es Verknüpfungen (relationships), z.B. 'ist Kind in Familie'.

Jedes Objekt, z.B. eine Person, wird in einem Datensatz repräsentiert und beschrieben. Die Eigenschaften und Verbindungen dieses Objekts sind in seinem Datensatz in Feldern gespeichert, die Kennzeichen (tags) genannt werden. Bei fast allen Angaben können wir Notizen, Quellverweise und Zeiger auf Medien beifügen.

Die Kennzeichen sehen wir im GEDCOM Modus im Editor.

Wie viele Details speichern wir in einer GEDCOM Datei?

Wie viel und wie detailliert wir genealogische Informationen sammeln, hängt davon ab, welche wissenschaftliche Qualität wir erreichen wollen.

Auf jeden Fall sollte folgende Grundsätze gelten:

  • Alles was wir zusammengetragen haben, sollte auch in der Datei dokumentiert werden.
  • Wir sollten so dokumentieren, dass wir selbst, aber auch andere Familienforscher, vielleicht unsere Nachfolger, die Forschung auch nach Jahren leicht weiterführen können.

Wann Informationen in Eigenschaften, wann in Notizen?

GEDCOM erlaubt sehr komplexe Strukturen: Datensätze von Personen, die mit Multimedia, die wiederum mit Quellen, die wiederum mit Notizen verknüpft sind; von Eigenschaften, die wiederum Eigenschaften haben, die wiederum Eigenschaften haben usw.

Kaum ein Genealogie-Programm kann alle in GEDCOM möglichen Strukturen und Eigenschaften verarbeiten. Daher ist es oft besser, besonders solche Informationen in Notizen zu speichern, die voraussichtlich nie in einem Programm ausgewertet werden, sei es für eine Statistik, zum Sortieren o.ä.

Mit Suchen finden wir Wörter auch in den Notizen. Wir brauchen also eigentlich nur solche Informationen in Feldern (Kennzeichen) zu speichern, die wir im Stammbaum oder in der Tabelle sehen wollen.

Notizen und Multimedia als Eigenschaft oder als Datensatz?

Der Standard lässt uns oft die Wahl, ob wir Informationen nur als eingebettete (inline) Eigenschaft oder als eigenen Datensatz speichern, z.B. bei Notizen, Multimedia Objekten und Ablageorten; bei Quellen empfiehlt er dezidiert Datensätze.

Was sollten wir bei unserer Entscheidung beachten?

  • Die Erstellung, Bearbeitung und Darstellung von Informationen in Eigenschaften und in eigenen Datensätzen ist in den Genealogie-Programmen durchaus unterschiedlich einfach oder umständlich.
  • Auf eine Information in einer Eigenschaft kann nicht von anderen Datensätzen verwiesen werden. Diese können nur auf Datensätze verweisen.
  • In die Datensätze gehört grundsätzlich die Information über das Objekt (z.B. die Quelle) als ganzes. Bei den Verweisen, z.B. Multimedia Link, Quellenzitat, legt man die Information ab, die jeweils spezifisch ist. Typisches Beispiel: Seitennummer.

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de/manual/entities.txt · Last modified: 2011/01/16 21:11 by kpschubert
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