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Rólunk írták

Eastman's Online Genealogy Newsletter 2005/05/15

This week I discovered a very useful GEDCOM utility, written by Nils Meier. GenealogyJ is a viewer and editor for genealogy data. It works in Windows, Macintosh OS X, Linux, and Solaris operating systems. It will even work on a web server, allowing you to build a viewer program into your genealogy home page. I used the program this week on both Windows and Linux, and its operation was identical on both. Best of all, GenealogyJ is available free of charge.

GenealogyJ, often abbreviated as “GenJ,” is designed to work with GEDCOM files. All modern genealogy programs are capable of creating and importing GEDCOM files. […]

This utility is excellent for examining and modifying your own genealogy data. However, I think it would be extremely useful for examining GEDCOM data that you download from the web or receive in e-mail. After all, you want to make sure that the “foreign” data is accurate and of high quality before you import it into your own genealogy database. GenJ is perfect for that purpose.

GenJ will display data within a GEDCOM in multiple formats, including:

[..]

Like most genealogy programs, GenJ can be downloaded to your computer, installed, and then run as a freestanding operation. However, the program can also be used on a web page as a Java applet. You can upload a GEDCOM file to your personal web site and then also upload the GenealogyJ applet. Anyone visiting that page in the future will be able to view your data in multiple views directly from your web page. [..]

GenealogyJ is available in English, French and German. Author Nils Meier says that GenealogyJ can easily be translated into other languages, even by a non-programmer. The language data is completely separated from the program and is stored in text files. All that is required is a familiarity with the appropriate language and the ability to change text files. If you would like to create such a translation, please contact Nils.

GenealogyJ is an excellent utility for examining and even modifying GEDCOM files. It is written in Java, a modern and flexible language that works equally well in Windows, Macintosh, Linux, and Solaris systems, both locally and on web pages. Best of all, the price is right: free.

[..] (Dick Eastman)

Computergenealogie 2003/08

Nicht nur unter Windows …

Programmtest GenJ

GenJ ist mein liebstes Genealogie-Programm, weil Navigation und Grafik hervorragend gestaltet sind und es sich individuell erweitern lässt: durch zahlreiche Möglichkeiten, die Darstellung individuell einzustellen, durch die Benutzung mitgelieferter Vorlagen, ja sogar durch Einfügen eigener kleiner Module in HTML- oder Java-Code.

Überzeugend ist schon die außerordentlich gute Baumdarstellung. Durch Klicken wählt man eine Referenzperson aus, für die dann sofort alle Vor- und Nachfahren dargestellt werden. Mit kleinen Schaltflächen kann man einzelne “Äste” und “Zweige” des Baums ein- oder ausblenden. Beispiel: Alle Vorfahren des jüngsten Verwandten, alle Nachkommen des ältesten Ahnen, alle Angehörigen einer “Neben”-Linie oder eben alle Verwandten nach “oben”, nach “unten” und “seitlich”.

Man kann wenige, viele oder alle Eigenschaften einer Person anzeigen lassen, auch Fotos und URL für weitere Informationen. Für die Gestaltung der “Kästchen” der einzelnen Personen und Familien werden “Vorlagen” mitgeliefert (Standard, komplett, in Worten, mit Farben). Das dürfte den meisten genügen. Anspruchsvolle können die Wiedergabe der Daten aber mit HTML-Codes selbst erzeugen und dabei eigene Schriftstile und -größen, Farben und Symbole einfügen.

Die Navigation in einem Baum mit vielen (bei mir ca. 700) Personen gelingt mit einem Navigationsfenster, in dem man einen ersten Teilbereich der Baumdarstellung auswählt. Von dort aus bewegt man sich mit dem Scrollrad der Maus oder dem Rollbalken der Fenster zu jedem noch so entlegenen Winkel der Ahnentafel.

Neben der Baum- gibt es eine Zeitleisten-Ansicht, in der alle Eigenschaften einer Person dargestellt werden, die mit einem Datum versehen sind. Die Darstellung lässt sich mit einem Gleitregler so anpassen, dass alle gewünschten Informationen hinreichend lesbar sind. Ein Raster kann eingeblendet werden, die darzustellenden Ereignisse sind auswählbar und lassen sich farbig markieren. Beispiel: Als Oma Luise starb, machte Enkel Hans gerade sein Abitur und seine große Schwester Tanja heiratete.

Es können mehrere Baum- und Zeitleisten-Darstellungen mit unterschiedlichen Teilmengen von Personen und unterschiedlicher Erscheinungsweise gleichzeitig geöffnet und bearbeitet werden. Das Hin- und Herspringen zwischen den vielen Ansichten der selben Datenbasis wird dadurch erleichtert, dass eine in einer Ansicht angeklickte Person oder Familie auch in den anderen Ansichten hervorgehoben erscheint.

Die Ahnen lassen sich in einer Tabellenansicht bequem “verwalten”, zum Beispiel also nach allen Merkmalen sortieren; das erweist sich bei Plausibilitätsprüfungen in umfangreicheren Datenbeständen als praktisch. Solches gilt insbesondere für die Kontrolle der Schreibweise von Angaben, die - anders als Kalenderdaten - nicht in eine Maske eingegeben werden, z.B. Ortsnamen oder akademische Titel.

Will man Angaben ändern, ruft man die Editier-Ansicht auf, welche die im Baum, auf der Zeitleiste oder in der Tabelle angeklickte Person oder Familie sogleich anzeigt. Hier werden auch die Daten eines neuen Ahnen erfasst und sicher im System der Ahnen verankert.

Die für Gedcom typischen Merkmale werden dabei standardmäßig abgefragt, man kann aber störende Abfragen wie nach BAPL (Taufe als Mormone) tilgen und eigene einfügen. Von der Eingabemaske aus kann man zu Eltern, Kindern und Gatten springen. Selbstverständlich ist die konsequente Verwendung des Gedcom-Standards, so dass der Datenaustausch bei Im- und Export unkompliziert ist. Die Zusammenführung mehrerer Datensätze ist möglich.

Unter IT-Gesichtspunkten ist besonders hervorzuheben, daß dieses Programm - weil in Java geschrieben - plattformunabhängig ist. Es läuft unter LINUX, OS/2, Windows und anderen Betriebssystemen.

Einige zusätzliche Java-Programme sind beigefügt, z. B. die Antwort auf die Frage, wer der älteste Vorfahr ist, oder ein Modul zum Drucken einer Liste der Geburtstage. Wer in Java programmiert, kann anschlussfähige eigene Abfragen (Reports) erstellen.

Mitgelieferte Reports: 4-Generationen-Darstellung für ein beliebiges Individuum, die mit einer nicht-proportionalen Schrifttype gedruckt werden kann; Übersicht über alle für ein Individuum vorhandenen zeitlichen Daten; Liste aller Geburtstage der Ahnen; Liste aller Nachkommen eines Individuums; statistische Auswertung des verwendeten Gedcom-Datensatzes; Importroutine für Informationen im Gedcom-Format aus einer fremden Datenbasis; Überführung aller genealogischen Daten in das HTML-Format.

In der neuesten Version (2_0_1) ist nun endlich die Druckausgabe bequemer geworden. Eine Vorschau erlaubt es unter anderem, eine umfangreiche Baumdarstellung auf DIN-A4-Blättern zu planen, die später zusammengeklebt werden, wenn man keinen Drucker mit größeren Formaten (z. B. DIN-A1) ansteuern kann. Nicht zu lösen ist nach Aussage des Autors ein Problem, das ich mit einem meiner Urgroßväter habe: Er heiratete seine Cousine (Implex), so dass seine und ihre Vorfahren doppelt dargestellt werden.

[…]

Die Bedienung des Programms ist dank des Sprachmoduls auf Deutsch möglich. Die Übersetzung bezieht sich noch nicht auf alle Details, insbesondere nicht auf die Hilfe. Für die Lösung von Installationsproblemen und den Entwurf eigener Suchabfragen sind englische Sprach- sowie Grundkenntnisse in DOS und Java erforderlich.

Autor des Programms ist der in die USA emigrierte deutsche Informatiker Niels[sic] Meier, der als Student in Bonn das Programm auf der Basis von OS/2 schrieb. Nach dem kläglichen Ende jenes IBM-Betriebssystems hat er sein Programm auf Java umgestellt und laufend erweitert. Wie in der Linux-Welt üblich, gibt es ein Netzwerk von Leuten, die an der Weiterentwicklung des Programms mitwirken. In der “Über-Rubrik” werden allein 19 Mitarbeiter in aller Welt namentlich genannt. Ein deutscher Muttersprachler, der die Hilfe übersetzt, wäre sicher sehr willkommen.

Fazit: GenJ ist ein graphisch hervorragend gestaltetes Programm, das sich leicht auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Wer nicht nur Spaß an der Genealogie hat, sondern auch am Programmieren in HTML oder Java, findet in diesem Programm genau das Richtige. (Achim Schrader)